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Tony Grubhofer (* 8. Februar 1854 in Innsbruck, Donaumonarchie; † 4. Mai 1935 ebenda) war ein österreichischer Maler und Grafiker.

Innsbruck
Innsbruck
Zum Ortler (1899)
Zum Ortler (1899)
Zum Ortler (Rückseite)
Zum Ortler (Rückseite)

Leben


Tony Grubhofer studierte an der Königlichen Kunstgewerbeschule München bei Michael Echter und an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Eduard Lichtenfels. Nach dem Studienabschluss unternahm er eine Studienreise durch die Länder Europas. In den 1880er Jahren hatte er seinen Wohnsitz in München.

1901 wurde er Mitarbeiter der Londoner illustrierten Zeitschrift für bildende und angewandte Kunst „The Studio“, 1906 zum Direktor des neu erbauten Stadtmuseums Bozen berufen, für das er die Ausstattung entwarf. Er leitete an der Kaiserin-Elisabeth-Schule auch die Fachschule für Kunsthandwerk in Bozen. 1913 übernahm er die Direktion der Staatsgewerbeschule in Innsbruck und wurde Leiter der Universitäts-Zeichenkurse.

Grubhofer war einer der ersten Bildbotschafter des Tourismus in Tirol. Unter anderem entwarf er zahlreiche Illustrationen für Werbemittel des "Vereins für Alpenhotels in Tirol", in dem seine Frau Sophie (geborene Zenobio-Albrizzi) Mitglied und somit Miteigentümerin von mehreren Berghotels war.[1] Für das Hotel Karersee und das Hotel Trafoi schuf Grubhofer ikonische Werbedarstellungen. Aufgrund der Zusammenführung der markanten Gebäude mit bekannten Gebirgszügen und Gletschern, gerahmt von ornamentalen Mustern mit ortstypischen Alpenpflanzen, trug Grubhofer zur Kontextualisierung von Architektur mit „Region“ wesentlich bei.[2] Für die Häuser des "Vereins für Alpenhotels in Tirol" und das Hotel Pragser Wildsee (→ Zeitgeschichtsarchiv Pragser Wildsee) entwickelte der Künstler zudem einprägsame Logos. Einige der von ihm gestalteten Illustrationen für Fremdenverkehrseinrichtungen in Nord- und Südtirol finden sich im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum in Innsbruck und im Touriseum in Meran. Nachdem dem Künstler allgemein eine hohe Affinität zur Architektur zugesprochen wird, ist anzunehmen, dass er auch Einfluss auf die Entwürfe der Hotels von Musch & Lun und Otto Schmid nahm.[3] Darüber hinaus ist über die Tätigkeit von Tony Grubhofer auf dem Gebiet der Tourismusgrafik noch erwähnenswert, dass er zu jenen Künstlern gehörte, die den Schriftzug Tirol stets mit "Y" als "TYROL" abbildeten. Es ist anzunehmen, dass man damit die Internationalisierung der Tourismusdestination Tirol fördern wollte. Ein Teil des Nachlasses von Tony Grubhofer befindet sich im Stadtmuseum Bozen.


Werke (Auswahl)



Literatur




Commons: Tony Grubhofer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Tony Grubhofer, Maler, Illustrator und Bildbotschafter des Tourismus, in: Schlorhaufer, Bettina: Berghotels 1890–1930. Südtirol, Nordtirol und Trentino: Bauten und Projekte von Musch & Lun und Otto Schmid. Birkhäuser, Basel 2021, ISBN 978-3-0356-2269-0, Band 1, S. 126f.
  2. Tony Grubhofer, Maler, Illustrator und Bildbotschafter des Tourismus, in: Schlorhaufer, Bettina: Berghotels 1890–1930. Südtirol, Nordtirol und Trentino: Bauten und Projekte von Musch & Lun und Otto Schmid. Birkhäuser, Basel 2021, ISBN 978-3-0356-2269-0, Band 1, S. 129f.
  3. Tony Grubhofer, Maler, Illustrator und Bildbotschafter des Tourismus, in: Schlorhaufer, Bettina: Berghotels 1890–1930. Südtirol, Nordtirol und Trentino: Bauten und Projekte von Musch & Lun und Otto Schmid. Birkhäuser, Basel 2021, ISBN 978-3-0356-2269-0, Band 1, S. 127f.
  4. Katalog der Ausstellung 1884, Abbildung S. 44 (digishelf.de).
  5. Katalog der Ausstellung 1888, Abbildung S. 164 (daten.digitale-sammlungen.de).
  6. On some drawings by Tony Grubhofer. In: The Studio, an Illustrated Magazine of Fine and Applied Art.
    Band 5, Nr. 25, London, September 1895, S. 8–15 (uni-heidelberg.de, englisch).
  7. London depicted by Tony Grubhofer. Twenty Illustrations. In: The Studio, an Illustrated Magazine of Fine and Applied Art.
    Band 26, Nr. 111, London, Juni 1902, S. 14–20 (uni-heidelberg.de)
    Band 26, Nr. 112, London, Juli 1902, S. 88 (uni-heidelberg.de)
    Band 26, Nr. 112, London, Juli 1902, S. 104–112 (uni-heidelberg.de)
    Band 26, Nr. 114, London, September 1902, S. 260–267 (uni-heidelberg.de, englisch).
Personendaten
NAME Grubhofer, Tony
ALTERNATIVNAMEN Grubhofer, Anton
KURZBESCHREIBUNG österreichischer Maler, Grafiker und Pädagoge
GEBURTSDATUM 8. Februar 1854
GEBURTSORT Innsbruck
STERBEDATUM 4. Mai 1935
STERBEORT Innsbruck



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