Martin Urban (* 1913; † 2002) war ein deutscher Kunsthistoriker und langjähriger Direktor der Nolde Stiftung Seebüll.
Martin Urban wurde 1950 an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel unter Richard Sedlmaier mit der Dissertation Das mittelalterliche Chorgestühl in der Klosterkirche zu Preetz und die Lübecker Gestühle des frühen 14. Jahrhunderts promoviert. Von 1963 bis 1992 war er Direktor der Nolde Stiftung Seebüll.[1][2]
1988 geriet Urban durch einen Bericht der ARD-Sendung titel, thesen, temperamente in die Kritik.[1] Darin berichtete der Journalist Tilman Jens, dass Urban seit den 1970er-Jahren auf der Insel Föhr eine zum Wohnhaus umgebaute Scheune besaß, die in einem Landstrich lag, in dem Wohnbebauung nicht erlaubt war. Urban hätte eine Ausnahmegenehmigung unter der Auflage erhalten, dass in dem Haus Ausstellungen gezeigt würden, wäre dieser aber nicht nachgekommen.[1] In der Folge trat Jens’ Vater, der Literaturhistoriker Walter Jens, nach zwanzig Jahren Mitgliedschaft aus dem Kuratorium der Nolde Stiftung Seebüll zurück.[1]
1980 wurde Martin Urban „in Anerkennung und in Würdigung seiner großen Verdienste um die Erforschung und Bewahrung der Kunst des Deutschen Expressionismus sowie insbesondere seines erfolgreichen Bemühens, das Werk Emil Noldes zu erschließen und in aller Welt zur Geltung zu bringen“ die Ehrenprofessur des Landes Schleswig-Holstein verliehen.[3]
Personendaten | |
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NAME | Urban, Martin |
KURZBESCHREIBUNG | deutscher Kunsthistoriker |
GEBURTSDATUM | 1913 |
STERBEDATUM | 2002 |